Galgenlieder – Christian Morgensterns Texte neu vertont und illustriert

Konzert des Duos LiteraTöne und Ausstellung mit Illustrationen von Ricardo Fuhrmann und Daniel Jelin im Auricher Zwischenraum
„Man weiß zum Schluss nicht, was man mehr bewundern soll: die Clownerie oder die tiefe Weisheit … Man lacht sich krumm, bewundert hinterher, ernster geworden, eine tiefe Lyrik, die nur im letzten Augenblick ins Spaßhafte abgedreht ist – und merkt zum Schluss, dass man einen philosophischen Satz gelernt hat.“ Mit diesen Worten brachte Kurt Tucholsky einst auf den Punkt, was Christian Morgensterns Dichtung bis heute ausmacht. Eine heitere und zugleich virtuose Jonglage mit Worten, philosophischem Tiefsinn und Humor.
Diese Jonglage greift nun ein außergewöhnliches Projekt auf, bei dem Klang und Bild zusammenspielen. Die Künstler Ricardo Fuhrmann und Daniel Jelin – bekannt durch ihr poetisch-surreales Künstlerbuch Phantastische Wattwanderung – haben sich den „Galgenliedern“ zugewandt und ihnen eine neue, bildhafte Gestalt verliehen.
Begleitet werden ihre Werke von den musikalischen Deutungen des Duos LiteraTöne: Der Auricher Sänger und Komponist Heinrich Herlyn und der Emder Pianist Patrick Pagendarm verwandeln Morgensterns Verse in klingende Miniaturen – mal als zarter Walzer, mal als swingender Blues, mal als rhythmische Rumba.
Wer wissen möchte, wieso das Wiesel auf einem Kiesel sitzt, weshalb das Mondschaf sterben muss oder warum der Werwolf so deprimiert ist, wird die Antworten in Songs finden, die mit den musikalischen Mitteln von Blues, Swing, Rumba oder Walzer komponiert wurden – und ihr bildnerisches Pendant in den Arbeiten Fuhrmanns und Jelins erhalten. Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.
